Von der Merburg in Kirrberg ist kaum noch etwas erhalten. Sie ist die kleinste Burg im Saarland und stammt aus dem 11. Jahrhundert. Dort wurde sie bei der ehemaligen Gerichtsstätte, auch „Malstätte“ genannt, erbaut. Man findet heute ihre alten Ruinen hinter dem Fischweiher beim Lambsbachtal von Homburg vor, oder hinter, je nachdem, wie herum man geht. Nur noch einige Mauern und enge Gänge sind nach einem teilweisen Wiederaufbau hier ersichtlich. Man kann zum Beispiel noch den mächtigen Felsen, auf dem sie erbaut wurde, bestaunen. Aber das war es noch nicht, denn es gibt noch etwas Sagenhaftes über die Burg zu erzählen. Denn vor langer Zeit soll hier der gefürchtete Raubritter namens „Mala“ residiert und die Umgebung unsicher gemacht haben. Dies kann man sich in einigen Gängen der Anlage noch sehr gut vorstellen, wie der unehrenhafte Ritter hier einst mit seinen erbeuteten Schätzen durchging:
Von der Merburg zum Stumpfen Gipfel
Von der Merburg zum Stumpfen Gipfel läuft man ein gutes Stück durch den malerischen Homburger Wald. Hier kommt man an der verträumten Märchenschlucht vorbei, die im dunklen Schatten der Mittagssonne ganz besonders verzaubert wirkt. An moosigen Waldböden vorbei und durch tiefes Waldgebiet kann man hier in Ruhe wandern. Aber warum sollte man überhaupt den Stumpfen Gipfel besuchen? Uralt soll er sein. Er ist ein abgestumpfter Hügel mitten im Homburger Wald in der Nähe des Schlossberges. Schon zur Zeit der Kelten soll er für mysteriöse Zwecke verwendet worden sein. So soll er entweder als Ritualsplatz für die Opferung gedient haben oder eine Art Versammlungsort für Druiden gewesen sein. Auf jeden Fall setzten beide Vermutungen voraus, dass der flache seltsame Felsen oben auf dem Platz des Plateaus dafür verwendet wurde. So ist es ein seltsames Gefühl, diesen einsamen und noch dazu stillen Berg hinaufzusteigen und nichts als diesen Stein und die dunklen Schatten zahlreicher Bäume vorzufinden:
Quelle der Informationen über die örtlichen Sagen: Karl Lohmeyer "Sagen der Saar" Gesamtausgabe, 1. Auflage 2011, Geistkirch
Weitere Bilder aus dem Homburger Wald: